Gefängnisse bekommen Abwehrsystem für Schmuggel-Drohnen

Das System, das in fünf Justizanstalten in Probebetrieb geht, schießt vereinfacht ausgedrückt ein Netz ab, in dem sich die Drohne verfängt und abstürzt.

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Zur Verhinderung allfälliger Schmuggelversuche per Drohnen wird in fünf österreichischen Justizanstalten jetzt ein Abwehrsystem getestet. Dabei wird vereinfacht ausgedrückt ein Netz abgeschossen, in dem sich die Drohne verfängt und abstürzt.

Der Probebetrieb findet nach Angaben des Justizministeriums vom Freitag in den Justizanstalten Stein, Graz-Karlau, Garsten, Hirtenberg und Suben bis Ende März 2019 statt. Dann soll eine Evaluierung folgen. Zur Anwendung kommt das System Dropster des schweizerischen Herstellers Droptec. Die fünf Anstalten wurden diese Woche mit jeweils zwei Geräten ausgestattet.

Die Möglichkeit, zum Beispiel Drogen oder Handys auf dem Luftweg Häftlingen zukommen zu lassen, wird als realistische Gefahr eingeschätzt. In Österreich sei bisher ein Fall bekannt geworden, bei dem vermutlich versucht wurde, per Drohne ein Mobiltelefon in eine Strafanstalt zu schmuggeln, sagte Josephine Raimerth, Specherin von Justizminister Josef Moser (ÖVP). Für den Probebetrieb sind mehrere Übungsszenarien geplant. Über die Kosten für das Abwehrsystem wurde keine Auskunft gegeben.

Ein YouTube-Video der Firma Droptec:

 

(APA)

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